Auf der Mauer, auf der Lauer…

…sitzt ´ne kleine Wanze  –  und was für eine besondere!

Am letzten Tag der Traubenlese haben wir Herrn und Frau Bartel  auf dem Traumpfad getroffen. Beide sind oft und gerne in den Felslandschaften rund um Hatzenport unterwegs und sind besonders auf Schmetterlinge und Insekten erpicht. Von ihnen haben wir Interessantes über den „kleinen Unterschied“ gelernt.

Feuerwanzen im warmen Herbstlicht

Wanzen sind auf der ganzen Erde weit verbreitet und verschiedensten Lebensräumen angepasst. Bei einer Art, der Gemeinen Feuerwanze, waren wir uns immer sicher, dass wir sie locker bestimmen können. Zu prägnant die Rückenzeichnung, die ein bisschen an eine Maske erinnert. In unserem Fotoarchiv haben wir einige schöne Nahaufnahmen gefunden.

Tja, und dann kam Herr Bartel. Zeigte uns ein Bild und fragte, ob wir das Insekt da kennen  –  klar, Feuerwanze, aber  –  weit gefehlt: die Weißpunkt-Bodenwanze reiht sich mühelos in die lange Hatzenporter Liste von absolut seltenen Tieren ein.

Nur echt mit dem weißen Punkt

Im Mittelmeerraum ist sie weit verbreitet, aber in unseren Breiten kommt sie nur ganz vereinzelt in sogenannten Wärmeinseln vor! Sie saugt gerne an Samen von Schwalbenwurz und Greiskräutern. Und beim zweiten Blick ist sie nun wirklich nicht mit der Feuerwanze zu verwechseln  –  wie der Name schon sagt, ist der weiße Punkt ja kaum zu übersehen.

Mal wieder ein Beispiel dafür, dass es sich lohnt, auf die kleinsten Dinge zu achten. Willkommen in der Wärme, Weißpunkt-Bodenwanze.

Ach ja, im Fotoarchiv haben wir sie schon in 2015 dokumentiert – unter dem Stichwort „Feuerwanze“…….

In guter Gesellschaft

 

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