Der Countdown läuft!

Die spannendste Zeit im Weinberg hat begonnen. Bis zum 31. Juli haben wir das Wettergeschehen mit Wohlwollen betrachtet. Die Entwicklung der Trauben lag da schon gut 12 Tage vor dem langjährigen Mittel, die lechzende Natur hatte in vier Wochen gut 115l Niederschlag/m² getankt und von pilzlichen Krankheiten waren Blattwerk und Früchte fast komplett verschont. Leider hat sich mein Wunsch nach einem „normalen“ August (sprich: heiß und trocken) nun so garnicht erfüllt. Nochmal über 60l Regen/m² und Nächte nicht unter 17° Celsius haben uns zwar den Reifevorsprung erhalten, aber auch ein Traubenwachstum ermöglicht, das ein allzu frühes Abquetschen und Aufplatzen der Beeren nicht nur befürchten ließ, sondern sich in einigen Anlagen (mit „gütiger“ Hilfe des Sauerwurms) auch bewahrheitete.

Entblättert in der Traubenzone.

 

Die Traubenhüter wären keine Traubenhüter, wenn sie nicht schleunigst mit weitgehender Entblätterung und Negativauslese der Fäulnisnester auf die Gefahr reagieren würden. Auch eine nochmalige Behandlung der Traubenzone mit Kaliumhydrogencarbonat (= „Backpulver“) steht noch auf der Optionsliste.

Frei für Licht, Luft und Sonne !

Wir hoffen, dass die sich so wieder recht gesund präsentierenden Trauben noch möglichst lange durchhalten. Es ist tatsächlich so, dass dieser Jahrgang von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt noch alles in petto hat. Nächste Woche mehr.

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