„Die Musel zaicht die Zänn!“

Wettertechnisch ist derzeit nach dem warmen Februar (über 20°C an den letzten Tagen des Monats!) eher Aprilwetter angesagt. Alles zeitlich ein bißchen ver-rückt eben. So hat denn schon am Rosenmontag ein ordentliches Lüftchen geweht, was aber heute durch Sturmtief „Eberhard“ noch getoppt wurde. Wenn der Wind ungehindert durch das enge Moseltal pfeifen kann, wird der sonst so gemächlich dahin treibende Fluss zum Whirlpool.

Aus der Fassung gebracht!

Die Alten haben dafür den Ausdruck „Die Musel zaicht die Zänn“  –  „Die Mosel zeigt die Zähne“ geprägt. Damit ist das Schauspiel treffend beschrieben. An den Bojen zerstäuben die „Brecher“ in einer schäumenden Gicht und die Windböen sind als Wellenspiele auf dem Wasser schön zu beobachten. Die Wellen schmücken sich mit weißen Schaumkronen und entfernt erinnert das an ein Gebiss  –  wenn auch ein löchriges. Wenn ich mich recht erinnere, steht ein  Wetterwechsel bevor, wenn „die Musel die Zänn zaicht“. So ist für die nächsten Tage mit kühlen Temperaturen und sogar ein bißchen Schnee zu rechnen. Wer die Traubenhüter kennt, weiß –  denen wäre das gar nicht so unrecht. Muss ja nicht jedes Jahr einen frühen Austrieb geben.

Kräftige Böen mit Sonnenschein

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