Kleine Sensation in Hatzenport!

Am heutigen spätsommerlichen Septembersonntag hat unser Holz-, Taxi- und Mountainbikespezialist Harald eine echt „fette“ Sensation mit dem Handy dokumentieren können. Dass der Klimawandel eine Tatsache ist, kann nicht nur anhand der Temperaturkurve nachgewiesen werden, sondern auch durch die Einwanderung von Tieren und Pflanzen, die eher mediterrane Lebensbedingungen benötigen.

Auf dem Kreuzlayplateau, nicht weit von der „Kirscht“ hat Harald tatsächlich eine Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) fotografiert und uns zur Veröffentlichung im Blog zur Verfügung gestellt. Wir sind begeistert!

Die Gottesanbeterin in Jagdstellung

Gottesanbeterinnen sind in den letzten Jahren vermehrt auch in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden. Trotzdem ist es doch immer wieder eine Meldung mit Sensationscharakter. Die imposante Schrecke bevorzugt auf jeden Fall ausgesprochene Wärmeinseln (von daher war ein Nachweis in Hatzenport ja überfällig) und nach Süden ausgerichtete niedrige Buschlandschaften, Halbtrockenrasen und Ruderalflächen. Die in der Westhälfte Deutschlands beobachteten Gottesanbeterinnen stammen wahrscheinlich ursprünglich aus Frankreich.

Das Jagdverhalten der Fangschrecken ist faszinierend: sie können stundenlang (!) reglos verharren, um dann wahrhaft blitzschnell (zwischen 0,1 und 0,2 Sekunden) mit den dornenbewehrten Fangarmen zuzuschlagen. Die größeren Weibchen haben lediglich die lästige Angewohnheit, die kleineren Männchen nach erfolgter Paarung (und manchmal schon währenddessen) zu verspeisen. Nicht schön!

Die Traubenhüter haben jetzt natürlich den Ehrgeiz, selber auch mal fündig zu werden. Wir bleiben dran, verneigen uns aber vor dem „Erstfinder“ Harald!

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