„Landart“ mit Stroh im Kirchberg

Zur Zeit sticht unser „Kirchberg“ optisch kräftig ins Auge:

 

im Januar hat Thomas mit seinem Studienkollegen Jens mit ca. 1000 Strohballen ein eindrucksvolles geometrisches Muster in den Wingert gezaubert. Die ganze Aktion hat natürlich einen tieferen Sinn. In der Weinbergsbewirtschaftung ist der Unterstockbereich die „Problemzone“. Wenn die Kräuter bis in die Traubenzone wachsen, verändert dies das Mikroklima hin zu feucht-warmen, pilzfreundlichen Verhältnissen. Im konventionellen Weinbau „hilft“ hier Glyphosat „weiter“. Wir ökologisch Wirtschaftenden brauchen Alternativen. Die rustikalste, sehr umweltfreundliche, körperlich aber anstrengendste Variante ist die mechanische Freihaltung mittels Hacke. Im letzten Jahr haben wir an der Wetterstation in der quergezeilten Parzelle mit dicker Strohabdeckung im Unterstockbereich experimentiert. Das hat sehr gut funktioniert und hält auch noch für diese Saison. Für uns der Anlass, diese Methode auch in der 60% Falllinie auszuprobieren. Erstes Fazit: a) das Stroh verteilt sich nicht von allein,

b) die Abdeckung funktioniert zufriedenstellend wahrscheinlich nur ein Jahr, weil der Humusumsatz im heißen „Kirchberg“ das Stroh geradezu „wegschmelzen“ lässt und c) solange die Abdeckung funktioniert, ist das Begrünungsmanagement (ob walzen oder mähen) überhaupt kein Problem und d) abgesehen von allem anderen – es sieht einfach gut aus!

 

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