Mariä Geburt ….

….fliegen die Schwalben furt! („Reim dich, oder ich fress`dich“). Tja, in diesem Jahr, wo ja alles viel früher ist, haben sich auch die Schwalben schon frühzeitig „vom Acker gemacht“. Der kirchliche Festtag Mariä Geburt am 8. September wurde gar nicht erst abgewartet.

Auch das „Sammeln“ der Schwalben  –  bevorzugt in großen Gruppen auf Stromleitungen  –  war in diesem Jahr auf ganz wenige Tage begrenzt.

Lagebesprechung

Früher hat man aus einem frühen Wegzug der Schwalben einen nachfolgenden harten Winter geschlussfolgert. Im Umkehrschluss dann natürlich auch gereimt: „Bleiben die Schwalben im September lange, sei Dir vor dem Winter nicht bange.“ Na, dann checken wir doch unsere Schlitten schon mal …..

Wir Traubenhüter freuen uns über jede Schwalbe, die wir beobachten können. Zu unserer Kinderzeit, als es im Dorf auch noch mehrere belegte Kuhställe gab, waren die Flugakrobaten zu Hunderten unterwegs. Es gab Misthaufen, die Millionen von Insekten als unerschöpfliche Nahrungsquelle „produzierten“ und unbefestigte Feldwege mit Schlammpfützen, wo sich Mehl- und Rauchschwalben mit Nestbaumaterial versorgten. Das hat sich ja nun in den Dörfern alles grundlegend geändert. Umso größer ist die Freude, wenn man an manchen Abenden Schwärmen von siebzig, achtzig Vögeln beim Insekten jagen zugucken kann.

Die Unterscheidung der beiden bei uns am häufigsten vorkommenden Arten ist gar nicht so schwer:  die Rauchschwalben haben lange Schwanzspieße und nisten innen (früher halt „im Rauch“ der mit Holz befeuerten Öfen); die Mehlschwalben haben einen kurzen, leicht gegabelten Schwanz und brüten außen unter überstehenden Dachkanten an Haus- oder Stallwänden in kunstvoll angeklebten Halbschalennestern aus Lehm.

Und wenn die Tiere Anfang April dann aus den Winterferien zurück kommen, heißt es erstmal: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, aber wir wissen, wir bewegen uns unweigerlich drauf zu.

Training für den großen Flug

Also, liebe Schwalben, einen „Guten Flug“ und bis nächstes Jahr!

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