Morning has broken

Einen der ersten Frostmorgen dieses Herbstes haben die Traubenhüter vor zwei Wochen für ein besonders eindrucksvolles Naturerlebnis genutzt. Noch vor der Dämmerung haben wir unseren inneren Schweinehund überwunden, der doch tatsächlich ein langes Ausschlafen geplant hatte und uns zur Kreuzlay aufgemacht. Wenn man bedenkt, dass es Sonnenaufgänge  jeden Tag gibt, ist es umso unverständlicher, warum man nicht öfter dieses grandiose Schauspiel beobachtet.

Vorglühen

Im Tal ist es noch still, die Luft ist klar und kalt und minütlich verändern sich die Farben am südöstlichen Horizont. Zwischendurch wabern aus dem Ehrenburger Tal feinste Nebelschwaden, ziehen in halber Hanghöhe moselaufwärts, verwirbeln lautlos vor der Siebenuhrlay und lösen sich dann wie von Zauberhand auf.

Über´m Fahrbüsch steht wie ein Diamant die Venus, die jetzt, Mitte November, ab vier Uhr früh den Blickfang im Sternenhimmel darstellt. In Blickrichtung Kröpplingen beginnt sich derweil der Himmel von zartrosa über blaugelb bis orange zu verfärben und

Durchbruch

hinter den Bäumen am Horizont blitzt die Sonne wie ein glühender Ball auf. Das ist wirklich grandioses Open Air Kino!

 

Noch bevor die Flammenkugel uns, trotz der Frosttemperaturen, die wärmenden Strahlen über´s Gesicht streichelt, ist Richtung Burg Bischofstein schon das obere Drittel des Waldes beleuchtet.

 

Spot an!

Auch knapp über die Johanneskirche hinweg, lässt die Sonne wie ein Studioscheinwerfer einen blassorangenen Fingerzeig gleiten.

Ich kann euch sagen, dass wir ordentlich durchgefroren waren, aber es war nicht der letzte Sonnenaufgang, den wir uns in diesem Jahr „gegönnt“ haben!

Übrigens – zur Nachahmung empfohlen..

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