Nachlese

Die Traubenlese 2017 ist beendet! Ein wechselvolles Vegetationsjahr mit bemerkenswerten Witterungsverläufen hat seinen Abschluss gefunden. Während wir zur Zeit einen wahrhaft „Goldenen Oktober“ in vollen Zügen genießen, geht der Blick zurück: zum einen erlebten wir einen Lesebeginn bei Riesling so früh wie selten (bei uns am 28.September) und bei vielen Kollegen, die noch früher begonnen hatten, endete sie sogar im September. Zum Vergleich: im 20. Jahrhundert gab´s das vielleicht insgesamt in 5 Jahren!

Lese im Stolzenberg

Zum zweiten liegt die Erntemenge an der gesamten Mosel rund 40% unter einem Normaljahr! Auch das hat es seit vielen, vielen Jahren so nicht mehr gegeben! Offensichtlich hat uns der Spätfrost vom 20. April  mehr als ein blaues Auge verpasst, mit dem wir uns anfangs davongekommen wähnten.

Dabei sind die Mostgewichte erstaunlich hoch, denn als Folge der wüchsigen Vegetationsphasen blieb der Reifevorsprung von 2-3 Wochen gegenüber dem langjährigen Mittel über die gesamte Zeit erhalten.

Für die Traubenhüter war es im ersten ökologischen Umstellungsjahr eine anspruchsvolle Feuertaufe mit positivem Resümee. Unsere Lesetruppe hat gute Arbeit geleistet und bei kühlem und manchmal etwas feuchtem Wetter Standfestigkeit bewiesen. Allen voran Paul, der mit seinen 83 Lenzen  im steilen „Bann“ gezeigt hat, „was Sache ist“!

Große Mannschaft

Bei der Traubenverarbeitung und Mostvorklärung musste sich Thomas manchmal an die körperliche Leistungsgrenze begeben, Nachtschichten einlegen und feststellen, dass manche Arbeitsabläufe noch optimierbar sind. Aber wer hat gesagt, dass es einfach werden würde?

Kleine Mannschaft

Wir bedanken uns bei allen Lesern und freuen uns, dass wir jedes Jahr aufs Neue, Bereitwillige aus unserem Bekanntenkreis, Familie und aus unserem Dorf  finden, die die Mühen der Steillagen auf sich nehmen.

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