Sieh da, sieh da, Timotheus…..

…..die Kraniche des Ibaldykus….

Im energiesparenden Flugmodus

Dieser Tage sind wir wieder Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels, das zweimal im Jahr über unseren Köpfen stattfindet.

In teilweise riesigen Schwärmen von 80 bis 600 (!) Tieren, ziehen die Kraniche mit unverwechselbarem Geschrei aus ihren Brutgebieten in Schweden, Norwegen und Finnland in die Überwinterungsgebiete, hauptsächlich im westlichen und südlichen Spanien. Die Tiere, die ab Ende September bis Anfang November, dem Mosellauf folgend, aus Nordosten nach Südwesten den Himmel tags wie nachts „fluten“, werden „Westzieher“ genannt. Die „Ostzieher“ suchen ihr Winterglück teils in Israel und dem östlichen Afrika. Ab Mitte Februar rollt „die Welle“ dann wieder in die andere Richtung und die Kraniche werden „Frühlingsboten“ genannt.

Majestätische Flugkünstler

Für uns Moselaner ist der Kranichzug, der in Rheinland-Pfalz zwei relativ enge, 50-80 km breite Korridore benutzt, eine Konstante im Naturkreislauf, aber dem überwiegenden Teil der Deutschen bleibt der Anblick der majestätischen Vögel verwehrt und ist dann für hier weilende Urlauber umso beeindruckender.

In diesem Jahr haben wir bei günstigem Nordostwind bereits am 4. Oktober die ersten Schwärme beobachten können.

Übrigens  –  die Überschrift dieses Blogs ist (fast wortgleich) Titel einer Ballade von Friedrich Schiller – lesenswert!

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