Und jetzt – das Wetter (1) Wenn der Hahn kräht auf dem Mist…

…ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!

Wetter  –  der augenblickliche Zustand der Atmosphäre  –  ist etwas Phantastisches!

  •   es ist jeden Tag, ob wir wollen oder nicht!
  •   es ist im wahrsten Sinne des Wortes unberechenbar! Selbst der                           leistungsstärkste Supercomputer kann das Wetter nicht über drei Tage hinaus zuverlässig zu 100% vorhersagen!
  •   die Menschen können das Wetter nicht steuern! Sie tun es zwar beim Klima ( damit letztlich auch beim Wetter) sogar sehr intensiv, leider aber auch völlig planlos. Ändern nach Plan, das können sie nie!
  •   und wir können uns wunderbar über´s Wetter unterhalten und aufregen  –  klappt meistens dann, wenn nichts wirklich Wichtiges passiert ist!
Die Stationen melden Frost

 

Seit Studiumszeiten interessiere ich mich für alles, was mit Klima, Wetter,Wolken und Co. zusammenhängt (Dank an Dieter Hoppmann und Hans-Helmut Schmitt vom DWD Geisenheim). Dabei immer auch in dem Bewusstsein, dass Hatzenport mikro- wie makroklimatisch irgendwie etwas Besonderes darstellt. Logische Folge war das „an Land ziehen“ einer Kachelmann-Wetterstation im Jahr 1999 und die Installation einer Messstation des Agrarmeldedienstes Rheinland-Pfalz im Jahr 2005 direkt daneben. So bleibe ich denn durch die Betreuung stets auf dem Laufenden.

Nicht zuletzt sind wir Winzer ja extrem vom Wetter abhängig. Haben mich früher in erster Linie vor allem Höchst- und Tiefsttemperaturen, Niederschlagswerte und Rekordwetterlagen fasziniert, hat dies in den letzten Jahren zunehmend auch einen Selbstbetroffenheitsaspekt in mir ausgelöst. Ich erwähne nur ungern das Hagelereignis vom 27.5.2016 oder die Spätfröste vom 20./21.4.2017 (In 2018 wäre demzufolge wieder irgendwas mit außergewöhnlicher Hitze dran  –  nur so ein Gefühl).

Lange Vorrede  –  kurzer Sinn: zukünftig gibt´s an dieser Stelle auch einen Wetter – Blog!

So muss Winter aussehen

Das Wetterjahr 2018 hat auf jeden Fall interessant begonnen. Die Wintermonate Dezember ´17 und Januar ´18 hatten ihren Namen nun wirklich nicht verdient. Unter´m Strich zwar gut für die Winterfeuchte (und für´s kleine Hochwasser), aber temperaturmäßig viel zu warm. Zwar sind wir hier in RLP nicht das klassische Winter-Wonderland, aber ein Januar ohne echten Frost (Tiefsttemperatur -1,7°C) ist wirklich nix! Als Winzer habe ich echt auf einen kalten Februar gehofft  –  und der Wunsch wurde erfüllt!  0 Vegetationstage (bedeutet: kein Tag mit einer Durchschnittstemperatur von > 5°C) und am 28. nochmal -12,5°C  –  genau das, was die Natur zum sinnvollen „Runterkommen“ gebraucht hat. Eine solche Wetterlage mit „Arctic Outbreak“ aus Nordosten ist dem „Major Warming“ mit Zusammenbruch des Polarwirbels in der Arktis zu verdanken (könnt ihr bei Interesse ja mal googeln) und hat uns z.B. 2013 einen bemerkenswerten „Märzwinter“ beschert.

Frühlingsboten tiefgekühlt

Dass ich Fan eines kalten, schneereichen Winters und Vorfrühlings bin, ist weniger der „Schädlingstodtheorie“ zu verdanken, die ich für blanken Unsinn halte, sondern damit, dass die Natur im wahrsten Sinne des Wortes eine Winterruhe, ja Winterstarre braucht, um dann mit Macht „loszuschlagen“. In diesem Sinne hoffen wir auf allzeit gedeihliches Wetter und einen „guten Herbst“.

P.S.: Seit dem 1. März ist meteorologischer Frühling. Im Kaffeesatz liest man derzeit, dass zum kalendarischen Start nochmal Kaltluft einfallen soll…. Schau´n mer mal!

 

 

 

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