Und jetzt – das Wetter „Die Sache mit dem Omega“

In den letzten Tagen ist in den Wetternachrichten des öfteren von der sogenannten „Omega-Wetterlage“ die Rede. Damit gemeint ist ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich über Mitteleuropa gebildet hat und damit von Westen heran rauschende Tiefdruckgebiete auf eine nördliche Zugbahn um den Hochdruckblock zwingt. Der Verlauf dieser Zugbahn ähnelt auf den Wetterkarten dem griechischen Buchstaben Omega   Ω

„Omega“ lässt Bienen Honig sammeln! Die erste Biene des Jahres 2019 auf einem Winterling in unserem Vorgarten

Die Folge dieser Konstellation: da sich das Hoch im Uhrzeigersinn dreht, „schaufelt“ es sehr warme Luftmassen aus Südwesten zu uns. Andererseits befinden wir uns Mitte Februar immer noch im (Spät-)winter! In den klaren Nächten kühlt es recht kräftig ab und es wird teilweise richtig „schattig“ (bis -4°C). Die Feuchtigkeit der Südwestluft ergibt dann frühmorgens manchmal dicken und zähen Nebel. Die sogenannte „Inversion“ (warme Luft über bodennaher, weil schwererer Kaltluft) bringt dann in der Höhe auch nachts fette Plusgrade, während die sich in den Flusstälern erst nach Nebelauflösung bei strahlend blauem Himmel am Nachmittag einstellen.

Bestes Rebschnitt-Wetter! Im T-Shirt am 16. Februar

Beim Rebschnitt genießen die Traubenhüter natürlich diesen Vorfrühling. Am 16.2. wackelte sogar der erste große Tagfalter an der Wetterstation über uns hinweg (Ferndiagnose: Tagpfauenauge). Am selben Tag beobachteten wir zwei Kranichzüge Richtung Nordost (und das waren nicht die ersten in diesem Jahr!) und in Zeile 4 vom Weg aus, blühte doch tatsächlich schon Ehrenpreis!

Als Gesamtkontextbeobachter sieht Thomas das natürlich nicht ganz so positiv. Nicht nur, dass der Januar so garnicht „vor Kälte geknackt“ hat, wie wir uns das wünschen würden (obwohl – es ging noch), der Februar liegt nur deshalb, speziell bei uns in Hatzenport, bei den Durchschnittstemperaturen einigermaßen im Soll, weil wir diese bis 11 Uhr dauernden  Morgennebel haben, die uns bei der übermäßigen „Überhitzung“ einbremsen.

Bei aller Schönwettereuphorie gerät aber ein ganz wichtiges Detail vollkommen aus dem Sichtfeld – die anhaltende Trockenheit! Bei der Rundfrage unter den Moselaner Winzerkollegen war ich ganz erstaunt, dass z.B. in Leiwen im Dezember ´18 immerhin  125 l/m² gefallen sind. In Hatzenport gerade mal die Hälfte! Und die ersten beiden Monate 2019 weisen schon wieder ein dickes Niederschlagsdefizit aus (gut 40%). Durchdringende Winterfeuchte ist was anderes!

Bin ich eigentlich schon wieder am jammern?

Ein herrlicher Sonntag heute. Beim Spaziergang durch die Kreuzlay haben wir schon einiges „in den Startlöchern“ gesehen, aber Frühling ist noch nicht!

Saatmohn, Vogelwicke und Co. in Startposition!

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