Und jetzt – das Wetter Es geht auf den Herbst zu

Die Karthäuser-Nelke lebt auf warmem, trockenen und kalkhaltigen Boden

In den Weinbergen hat der Reifebeginn beim Riesling eingesetzt. Das „Weichwerden der Beeren“ markiert den Zeitpunkt, wo die Trauben Säure ab- und Zucker aufbauen. Assimilate werden eingelagert und aus dem Boden, dem jetzt leidlich genügend Wasser zur Verfügung steht, werden Mineralien wie Kalium, Calzium und Magnesium in die Traube „gespült“. Richtig schön sehen sie derzeit nicht aus: gebeutelt durch Hagel, Sonnenbrand und Trockenheit ist das allerdings auch kein Wunder. Und trotzdem glaube ich, dass bei einem einigermaßen günstigen Witterungsverlauf (ideal wären kühle Nächte unter 10°C und mäßig-warme Tage bis 25°C und nur noch sporadischer oder gar kein Regen) noch alles sehr gut werden kann. Der September ist für die Qualität des neuen Jahrgangs der alles entscheidende Monat.  Es ist alles drin!

Frühmorgens weht jetzt schon ein Hauch von Herbstluft durch´s Moseltal. Ein bißchen Nebel, der Geruch nach Erde und reifen Kräutern in den Rebzeilen. Kühle Temperaturen und ab und an etwas Regen erinnern tatsächlich ein wenig an trübe Traubenlesetage. Auch auf den Höhen Herbststimmung. Wieder ergrünende Stoppelfelder und ein paar Äpfelchen an den (zu) wenigen Bäumen in der Flur. Auch beim Streifzug durch die Felslandschaften ist, auch auf Grund der großen Trockenheit im Juni, Juli, nicht gerade üppiges Grün vorzufinden. Aber mit offenem Auge und offener Fotolinse entdeckt man im Kleinen noch soviel Faszinierendes. Ein kleiner Streifzug durch Magdalenas Fotosafari am 17. August 2019:

Der Aufrechtstehende Ziest ist mit seinen 2 m langen Wurzeln und runzeligen Blättern an den trockenen Kirchberg angepasst
Die Große- oder Purpur-Fetthenne überlebt durch ihre wasserspeichernden Blätter und Wurzeln
Das Gewöhnliche Sonnenröschen – öffnet seine Blüten nur bei Sonnenschein
Die Moschus-Malve duftet ganz schwach nach Moschus
Beim Schmalblättrigen Hohlzahn  dienen die beiden „hohlen“, kegelförmigen „Zähne“ auf der Unterlippe als Leitplanken für Insekten
Beim Natternkopf ragen die Staubblätter und der gespaltene Griffel aus der Blüte

 

Und zum Schluß etwas Tierisches – Streifenwanzen bei ihrer Mahlzeit auf der Wilden Möhre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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