Und jetzt – das Wetter „I´m singing in the rain..“

…schön wär´s..

Mittlerweile ist es auch bis zu den 20 Uhr Nachrichten durchgedrungen – es fehlt Wasser an allen Ecken und Enden! Auch mit noch soviel Nachrechnen – es wird in Hatzenport nicht mehr als 520 l Niederschlag seit dem 1.1.2018,  also in 16 Monaten. Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir aber derzeit absolut keine Winterfeuchte. Jetzt wird es echt interessant, um es mal gelinde auszudrücken, wie das Ökosystem Weinberg mit der natürlichen Begrünung unter diesen Umständen zurecht kommt.

Am Ostermontag Morgen haben die Traubenhüter mal wieder ihre Flora-Fauna-Checkwanderung über den heißen Teil des Laysteigs gemacht. Eigentlich sollte der Beitrag „Eiersuche“ überschrieben werden. In den letzten zwei Wochen hat Magdalena bereits zwei Segelfalter beobachten können. Wir hofften daher auf frische Eiablagen an der Weichselkirsche – leider noch Fehlanzeige und daher anderer Titel.

Das fehlende Wasser zeigt an diesen Extremstandorten schon jetzt erste Folgen. Umso erfreulicher aber mehrere Zippammern rund um unseren Wetterstationswingert und zwei Smaragdeidechsen (!) im Bereich der Winzerhütte. Für ein scharfes Foto ist die Frühjahrswuselei der Protagonisten aber einfach zu ausgeprägt. Da hatte es unsere Schmetterlingskoryphäe Daniel Müller etwas einfacher. Den haben wir, gemütlich im Gras sitzend, bei der Aufnahme vom Kleinen Würfel-Dickkopffalter getroffen. Wir durften das Motiv mit ihm teilen.

Hier noch einige „Fundstücke“ eines „kühl-sonnigen Ostermontags-Frühlingsmorgens“.

Saatmohn als erster Farbklecks

 

Purpurstorchenschnabel und Färberwaid im Ensemble mit Felsflechtenhintergrund

 

Daniel Müllers Kleiner Würfeldickkopffalter

 

Nymphe einer unbekannten Langfühlerschrecke. Wir tippen tollkühn auf Steppensattelschrecke – Experten vor!

 

Rosenkäfer auf Wolligem Schneeball

 

Zwei der seltensten Farnvertreter in Eintracht beisammen – das ist was ganz Besonderes:  Nordischer Streifenfarn und schwarzstieliges Streifenfarn

 

Einfach faszinierend  –  ein unbekannter Hautflügler auf der Sonnenbank

Tja, und zum guten Schluss fiel mir noch beim Durchklicken der Fotos der letzten Woche ein Winterbild in die Hände. Ohne Scherz – die Aufnahmen stammen vom 14. April, 7.57 Uhr !! Hier bewahrheitet sich wieder die alte Hatzenporter Bauernregel: „Kirchberg im Schnee, bald Ostern im Klee!“

Beim Durchlesen dieses Sammelsurium-Blogs fällt mir sinngemäß ein: April, April, der macht was er will!

 

Ah, ja – und dann doch etwas tröstlich – die passende Bauernregel:

Wenn vor Georgi (23. April) Regen fehlt, wird man nachher damit gequält.

Ehrlich gesagt, brauchen wir die Quälerei auch nicht wirklich…

Es bleibt spannend.

Ein Gedanke zu „Und jetzt – das Wetter „I´m singing in the rain..““

  1. Lieber Thomas, liebe Magdalena Ibald,
    mit Freude habe ich nun schon mehrmals ihre internetseite besucht und eigentlich, aber vielleicht trifft dies auch nur auf mich zu, kann man nicht genug schauen und lesen. Die liebe zu ihrem beruf und der natur ist spürbar und lässt hoffen, dass es in Zukunft noch mehr solcher begeisterter Winzer gibt und der Anteil der biologisch produzierten Weine zunimmt.
    Herzliche Grüße
    Chris Katharina Thorenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.