Wir „schwärmen“ für…..

….Schmetterlinge! Das haben wir in den Blogbeiträgen der letzten drei Jahre ja mehr als deutlich durchblicken lassen. Umso schöner, wenn wir dann durch wirklich einzigartige Schönheiten der Schmetterlingswelt in unserer Philosophie der mühseligen Handarbeit belohnt werden. Und diesmal ist es mal nicht ein farbenprächtiger Flattermann, der uns vor die Linse gekommen ist, sondern eine eher zufällig entdeckte, fette Raupe, die Thomas in gebückter Haltung beim „Kraut robbe“ fast ins Gesicht gesprungen wäre. Ein gut 10 cm langes, grünes, mittelfingerdickes „Räupchen“ eines Windenschwärmers. Regungslos am Rebstamm klebend, ist das Tier doch eine imposante Erscheinung.

Der gefährlich aussehende Sporn am Hinterleib ist selbstverständlich nur „Show“. Und eine gewisse abschreckende Wirkung kann man da nicht absprechen. Der Falter ist ein Einwanderer aus südlichen Gefilden. In kleinen Trupps von bis zu zehn Individuen geht es im Frühjahr über die Alpen. Dabei kann der Windenschwärmer kurzzeitig Geschwindigkeiten bis 100 km/h erreichen!! Bis Südskandinavien ist er in manchen Jahren schon vorangekommen. So wie es aussieht, wird sich die Raupe zwar bei uns im Wingert verpuppen, aber auf Grund der überaus großen Temperaturempfindlichkeit den Winter wahrscheinlich leider nicht überleben.

 

Die zweite Überraschung: 

das zweite Vogelnest in dieser Woche in den Blättern des Weinbergs im „Bann“. Das erste am Samstag letzter Woche, schon etwas ramponiert und mit zwei kleinen Eiern „garniert“, offensichtlich nicht in Bebrütung und auch kein Fotoapparat zur Hand. Freitag abend dann vier Stieglitz(?)eier im wohlgeformten Nest, sahen ein bißchen verwaist aus, aber Samstag morgen dann die freudige Überraschung!! Magdalena sah Mama Stieglitz vom Nest auffliegen und durfte ungestört den frisch geschlüpften Nachwuchs fotografieren.

Riesige Glupschaugen, ziemlich nackt und schutzbedürftig. Sooo klein haben wir Nestlinge auch noch nicht beobachten können. Wir freuen uns jedenfalls „wie Bolle“, dass wir wieder, wie in den letzten Jahren, mit unserer handgeführten Gipfelerei Gastgeber für Stieglitzens sein dürfen.

Futter müsste es dank der bisher ungehemmten Vegetation en masse für die Körnerliebhaber geben. Stieglitze gehören zu den wenigen Vogelarten, die auch ihre Jungen mit Pflanzensamen aufpäppeln. Höchstens hier und da mal ein Blattläuschen, ansonsten vegetarisch.

Ein Gedanke zu „Wir „schwärmen“ für…..“

  1. Hallo,
    ich schaue in unregelmäßigen Abständen auf Eure Seite, habe sie aber als Lesezeichen in der Menueleiste.
    Es sind immer wieder tolle Beiträge und Fotos, die Ihr veröffentlicht. Macht weiter so!

    LG Pia Adams-Bast

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