„Äilespeejels Arwet?“

Was ist das? „Äilespeejels Arwet“? Ins Hochdeutsche übersetzt: „Eulenspiegels Arbeit“. In der Regel bezeichnet man damit eine Tätigkeit, die man für überflüssig, lächerlich, unsinnig, grotesk  –  kurz, für die Arbeit eines Narren hält!  (Till Eulenspiegel soll ja auch eine zeitlang in Schilda gewohnt haben…). Beim Stroh schleppen hat mich ein pfälzisches Ehepaar beobachtet und sich alles erklären lassen  –  die waren aber ganz angetan davon.

Beim Blättern in vergangenen Blog – Einträgen habe ich  -„Landart“ mit Stroh im Kirchberg – gefunden. Dieselbe Arbeit, wenn auch in kleinerem Maßstab, habe ich mir in den letzten zwei Wochen in der „Böschung“ gemacht. Warum?

Landart zum zweiten

Ich brauche nicht lange zu überlegen, wenn ich nach unserer trockensten Parzelle gefragt werde  –  das ist unzweifelhaft diese heiße, steile, 100%ige Südlage hinter der St. Rochuskirche. Und jetzt lassen wir (übrigens gegen jede Lehrmeinung oder Winzermainstream) mal wirklich alles wachsen und hoffen auf viel blühenden Natternkopf, Wiesenbocksbart, Weinberglauch und und und…

Unter der Zeile aber möchte ich mir, ähnlich wie im „Bann“, mit der dicken Strohabdeckung eine gewisse Feuchtigkeit erhalten und den Mikroklima negativ beeinflussenden Krautbewuchs eindämmen. Dieses Experiment, dessen Ausgang mir, wie gesagt, alle Experten schon jetzt bescheinigen können  („Der Wingert fräckt!“), wird noch kniffliger durch das jetzt schon vorhandene Niederschlags- und Bodenfeuchtedefizit. Aber ich kann halt nicht immer sagen: „Man könnte mal, man müsste mal, man sollte mal…“

–  jetzt wird´s probiert! Und wenn ich im Herbst „Tom Eulenspiegel“ heiße  –  sei´s drum.

 

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