Zigarren, Blut und Geister

Die Sommerweinbergsarbeiten sind in vollem Gange und während die Traubenhüter mit zunehmendem Stirnrunzeln das wachsende Niederschlagsdefizit registrieren, Fehlstellen im Weinberg wieder neu bepflanzen und in die Laub- und Pflanzenschutzarbeiten einsteigen, ergeben sich doch auch immer wieder “Begegnungen der insektionalen Art”.

Winzige, aber edle Erscheinung

Auf dem Dolling fiel Thomas ein mittlerweile (soll man sagen – leider?) selten gewordener “Schädling” und “Handwerksmeister” ins Auge (also im übertragenen Sinne  :)). Der Rebstichler ist ein wunderschön glänzender Käfer mit charakteristischem Rüssel. Wie es dieser kleine Bursche schafft, ein Rebblatt so zu falten und zu rollen, dass ein zigarrenähnliches “Nest”

Wie hat der kleine Kerl das bloß hingekriegt?

für seine vier bis sechs Eier daraus wird, müsste man mal mit einer Zeitrafferkamera dokumentieren. In der Berufsschule habe ich den Kameraden noch unter dem Namen Zigarrenwickler (siehe Überschrift!) büffeln müssen. Im übrigen sind die Schäden durch den Rebstichler eher marginal. Von daher sei ihm von dieser Stelle für seine Handwerkskunst einfach mal Hochachtung ausgedrückt.

Leuchtend im Gegenlicht

Die Terrassenmosel ist bekanntermaßen Heimat wirklich vieler seltener Schmetterlinge. Der Jakobskrautbär (auch Blutbär genannt) hat dabei ein unbestritten außergewöhnliches Design. Der etwas martialische Zweitname ist gut nachvollziehbar, wenn man sich die kräftig rot kontrastierenden Flecken und Streifen näher besieht. Die Raupe des Blutbären ist ebenfalls unverwechselbar. Im Blog vom 25.6.19 “Wilder Garten” haben wir ein schön gelb-schwarz gebändertes Exemplar auf Platte gebannt.

Mit der Tarnung hapert´s noch

Auch den “Dritten im Bunde” haben wir in einem früheren Blog im August 17 schon mal abgelichtet.

Zart und wahrhaft geistermäßig

 

Ein im wahrsten Sinne des Wortes filigranes Geschöpf, aufgrund seiner “fadenscheinigen” Beschaffenheit treffend als Federgeistchen bezeichnet.

Hier klappt´s mit dem Verstecken schon ganz gut – aber nicht perfekt

Noch vor zwanzig Jahren hätte ich schwören können, das Tierchen noch nie gesehen zu haben. Mittlerweile begegnet es uns in unseren “wilden” Weinbergen regelmäßig. Schön!

 

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